Geförderte Projekte in 2009:

 
Migration - Kommunikation - Partizipation (MiKoPa)
  Projektträger:  Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant/innen e.V. (KuB)
 
Die Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant/innen e.V. (KuB) hat sich mit dem Projekt MiKoPa zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Flüchtlingen und Migrant/innen einen Dialog über demokratisches Zusammenleben zu initiieren und darüber hinaus Beteiligungsstrategien zu erarbeiten. Grundlage für einen Dialog ist eine gemeinsame Sprache und ein flexibler Umgang mit dieser. Aus diesem Grund besteht das Fundament des Projektes aus zwei Kommunikationskursen, die montags und mittwochs zwischen 16-18 Uhr im Flüchtlingswohnheim der Diakonie in der Zeugshofstr. 12-15 stattfinden. Zum einen sollen sie die Beteiligten in der interaktiven Nutzung ihrer Sprachkenntnisse fördern und zum andern einen Raum für Austausch über politisches Selbstverständnis, eigene kulturelle und religiöse Hintergründe etc. schaffen.
Darüber hinaus werden jeden zweiten und letzten Donnerstag im Monat ab 18.30 Uhr Abendveranstaltungen in den Räumen der KuB (Oranienstr. 159, 4. OG) stattfinden. Diese beziehen sich sowohl auf Thematiken aus den Herkunftsländern der Beteiligten als auch auf das Leben in Berlin, welche auf unterschiedliche Art und Weise vermittelt werden (Film, Lesung, Musik, Theater, Performance etc.).

Ziel ist es, die Teilnehmenden der Kommunikationskurse an allen Prozessen zu beteiligen, d.h. sie vor allem in die Gestaltung der Abendveranstaltungen und den Verlauf der Kommunikationskurse einzubeziehen. Dadurch wird ein Raum geschaffen, in dem die Beteiligten ihre Ideen, Vorstellungen und Potentiale einbringen und verwirklichen können. Zum besseren Verständnis untereinander werden in den Kommunikationskursen zunächst die eigenen biographischen Hintergründe auf kreative Weise den anderen vermittelt und reflektiert. Später stehen die konkreten Alltagserfahrungen im Kiez bzw. in Berlin im Vordergrund, um die Interessenlagen der einzelnen bezüglich des Zusammenlebens herauszuarbeiten und daraus Möglichkeiten der Vernetzung zu ermitteln. Durch das gemeinsame Erörtern von Sichtweisen, Erfahrungen und Bedürfnissen sollen die eigenen Vorstellungen reflektiert, Vorurteile abgebaut und Handlungsstrategien entwickelt werden.

Darüber hinaus soll die Situation des Austauschens als Basis für Netzwerkbildung unter den Beteiligten genutzt werden. Die Interessensolidarität statt einer ethnisch oder religiös bestimmten Solidarität steht dabei im Fokus. Über die Entstehung eines Bewusstseins für eigene Ressourcen und Potentiale der Kooperation können Projekte entwickelt und Selbsthilfenetzwerke, die über ethnische Communities hinaus wirken, gebildet werden.

  Laufzeit:     01.04.2009  bis  31.12.2009
 
Kontakt:    Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant/innen e.V. (KuB)
  Oranienstr.159 10969 Berlin kub.berlin@web.de
Hanna Diederich Tel.: 68056580 pelicula5@yahoo.de
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